Freitag, 24. Mai 2013

Blitzschutz für Amateurfunkanlagen

Das Thema Blitzschutz interessiert viele Amateurfunker. Im Sommer bei heftigen Gewittern bangt so manch einer um seine Funkstation. Damit dies nicht sein muß habe ich den "Leitfaden - Blitzschutz" geschrieben. Dieser bezieht sich zwar auf die italienische Norm, ist aber unter verwendung von Hausverstand ohneweiteres universell verwendbar.

Hier der Link auf die betreffende Stelle auf den Seiten des "Dolomites Radio Club" bei dem ich Mitglied bin. (PDF - Dokument)

Alle Angaben ohne Gewähr!

Foto: Folgen eines heftigen Blitzeinschlages am Hauptverteiler einer Sendetation.

Freitag, 3. Mai 2013

Umlenkantennen


Diese Zeilen sollen kein wissenschaftliches Abstrakt sein sondern einige Faustregeln für die Praxis vermitteln.

Eine Umlenkantenne besteht aus einer Empfangsantenne, einer Sendeantenne und einem Verbindungskabel zwischen beiden.



Mit einer solchen Anordnung ist es möglich "Funklöcher" zu versorgen z.B. mit Radio, mit TV, mit Funk, Handynetz, u.s.w.

Funktioniert eine solche, rein passive, Signalumlenkung?

Ja, sie funktioniert unter folgenden Umständen:

1. Das Signal von der Station mit der ich mich verbinden möchte muß sehr stark sein (bestenfalls in einem Abstand von wenigen hundert metern) !

2. Meine Empfangsantenne hat freie Sicht zur Station mit der ich mich verbinden möchte ( keine Hügel, Bäume, Häuser im Weg) !

3. Die Station mit der ich mich verbinden möchte sendet in meine Richtung.

4. Die Empfangsantenne verwendet die selbe Polarisation wie die Station mit der ich mich verbinden möchte.

5. Ich verwende eine Empfangsantenne mit hohem Antennengewinn (z.B. 10 - 15 dBi).

6. Das Antennenkabel muß sehr verlustarm (dB/100m) und so kurz wie möglich sein.

7. Die Sendeantenne muß ebenfalls einen hohen Gewinn aufweisen ( je mehr Gewinn um so stärker wird das Funkloch ausgeleuchtet). 

8. Das Endgerät muß so nahe wie möglich an der Sendeantenne sein.

Achtung: Möchte man das Endgerät direkt bei der Sendeantenne platzieren (was sowieso das beste ist) ist eine kleine Antenne mit weniger Gewinn sinnvoller (Path-Antenne, Stab-Antenne, Rundumstrahler).

Wie weit kann ich mit einer solchen Vorrichtung senden?

Die entscheidenden Faktoren sind: Empfangsfeldstärke und Antennengewinn der Sende - und Empfangsantenne.

Der Bereich von einigen zentimetern bis zu einigen metern ist realistisch wenn alle o.g. Faktoren berücksichtigt werden.
Ein Versorgungsbereich bis ein paar duzent metern erfordert schon optimale Bedingungen.
Ein Versorgungsbereich von einigen hundert metern ist nur unter optimalen Bedingungen und sehr großen Antennengewinnen zu erzielen.

Wichtig: Besser ein paar meter Kabellänge mehr als ein paar "Funkmeter" mehr. Die Freiraumdämpfung übertrifft die Kabeldämpfung bei weitem!

Das tolle an der Umlenkantenne ist, dass diese errichtet werden darf, da man damit so gut wie nicht stören kann !


Für die fachgerechte Verlegung von Antennenkabeln sind die allgemeinen Regeln zu beachten (nicht knicken, nicht quetschen, Stecker sauber montieren, u.s.w.)


 

Donnerstag, 2. Mai 2013

Anpassung PL-Stecker


Hallo liebe Funkfreunde.

Des öfteren höre ich in verschiedenen Gesprächen zwischen Funkamateuren abwertende Bemerkungen bezüglich der allgemein gebräuchlichen PL-Stecker (PL-259).
Es ist zutreffend dass ein gut montierter N-Stecker, BNC-Stecker SMA-Stecker - und ähnliche speziell bei hohen-Frequenzen die bessere Anpassung an eine 50-Last aufweisen als ein PL-Stecker.
Aber für den Kurzwellenbereich bis hin in den VHF-Bereich ist die Anpassung gut.
Es ist, wie generell bei der Koax-Steckermontage, auf eine möglichst geringe Stoßstelle zu achten - d.h. der Stecker sollte möglichst so montiert sein als ob dort wo der Stecker montiert ist, das Antennenkabel nicht unterbrochen wäre (leichter gesagt als getan).
Auch ist es so, dass PL-Stecker größeren Qualitätsschwankungen unterliegen als z.B. N-Stecker, die hauptsächlich im professionellen Bereich verwendet werden.
Es empfiehlt sich bei HF-Steckern immer Markenware zu verwenden.

Anbei mein Messprotokoll. Es zeigt die Anpassung in dB an 50 Ohm auf der Ordinate und die Frequenz auf der Abszisse.

Wer weiß worauf es bei der Steckermontage ankommt, kommt auf noch bessere Ergebnisse. 

               Schwarz: PL-259 Stecker            Grün: BNC-Stecker           Blau: N-Stecker

Bei fertig konfektionierten Kabeln, die man zu kaufen bekommt, sollte neben der Durchgangsdämpfung auch die Anpassung gemessen werden un zu sehen ob die Qualität passt.

Donnerstag, 18. April 2013

Moto Morini 350 - custom bike



Das waren noch Zeiten! Hier meine wunderschöne Moto Morini 350 die zum radikalen chopper umgebaut wurde. Ich habe das Motorrad 2001 gekauft und in liebevoller Kleinarbeit zu dem gemacht was Ihr auf den Fotos seht. Nachdem ich einige Jahre damit unterwegs war, habe ich sie an die hübsche Dame im untersten Bild verkauft.

 







Den passenden Helm habe ich mir aus einem alten Feuerwehrhelm gemacht:

 

Freitag, 12. April 2013

EMV-Simulation / EMF-Simulation


Hello today i present a EMF - Simulation on 145 MHz with 50 Watt TX-power ("worst case") and an l/2-vertical antenna on my QTH. 

The simulation was make with the computerprogramm "Radio Mobile".



Montag, 8. April 2013

Das kleine Signalstärken 1X1



Hallo liebe Funkfreunde. Zeitweise höre ich eigenartige Aussagen zu dem was eine Endstufe für den Kurzwellenbetrieb „bringt“. Dabei sind die Fakten recht einfach zu verstehen, wenn man sich an das rechnen mit „dB’s“ gewöhnt hat.

Angenommen ich sende mit 100W Sendeleistung und die Gegenstation empfangt mich mit Signalstärke „4“ und ich erhöhe die Sendeleistung auf 200W (doppelte Leistung) – hört mich dann die Gegenstation mit Signalstärke „8“?
Nein! Die Gegenstation wird mich nunmehr – theoretisch - mit Signalstärke „4,5“ hören. Denn: Doppelte Leistung entsprechen 3 dB. Eine „S-Stufe“ jedoch entspricht 6dB (über S9 betragen die Schritte jeweils 10 dB).

Wichtig zu merken (Leistungserhöhung):
3 dB – doppelte Leistung, 6 dB – vierfache Leistung (ca.), 10 dB – zehnfache Leistung, 20 dB – hundertfache Leistung

 Zurück zu unserem Beispiel: Angenommen ich sende mit 100W Sendeleistung und die Gegenstation empfangt mich mit Signalstärke „4“ und ich erhöhe die Sendeleistung auf 400W (vierfache Leistung = 6 dB = „1 S-Stufe“ ) dann hört mich die Gegenstation - theoretisch - mit Signalstärke „5“.

Somit wird verständlich wieso QRP-Stationen neben QRO-Stationen bestehen können. Angenommen QR-Peter sendet mit 5 Watt und kommt bei der Gegenstation mit Signalstärke „9“ an und dann kommt sein Nachbar QR-Oskar dazu und sendet mit 500 Watt dann wird dieser – theoretisch – mit Signalstärke „9+20dB“ ankommen.

Ebenso wie mit der Leistungserhöhung verhält es sich mit der Signaldämpfung!

Angenommen Station A testet eine neue „Wunderantenne“ die so klein ist, weil sie unter Verwendung geheimer Formeln konstruiert wurde. Diese Antenne habe einen Wirkungsgrad von 6,25%. Bei der Gegenstation würde er damit nur um 2 - Stufen (12 dB) schwächer ankommen als mit einer Antenne mit 100% Wirkungsgrad. Dies könnte Station A zur Annahme verleiten, dass die „Wunderantenne“ nicht schlecht funktioniert.

Wichtig zu merken (Dämpfung):
3 dB – halbe Leistung, 6 dB – 1/4 Leistung (ca.), 10 dB – 1/10 Leistung, 20 dB – 1/100 Leistung


Wichtiger Nachtrag:

Das ideale S-Meter ist von S1–S9 in 6 dB - Schritten geeicht und ab S9 in 10 dB – Schritten. In der Praxis ist das aber kaum der Fall. Die meisten S – Meter zeigen keine definierten S-Stufen an, sodass es ohne weiteres vorkommen kann, dass nach einer Leistungserhöhung von 100 Watt auf 400 Watt der Signalstärkenunterschied bei der Gegenstation 3 S – Stufen beträgt        ( z.B. von S6 auf S9).
Dieser Fall scheint dann der Theorie zu widersprechen – bedeutet aber nur, dass das S-Meter nicht richtig anzeigt!

Freitag, 5. April 2013

Bicycle Sidecar

Hello,

here a few pictures of my self made bicycle sidecar.

I have a lot of fun to drive around with my children!



Donnerstag, 28. Februar 2013

80m - NVIS - Loop-Antenne

Hallo liebe Funkfreunde,

in diesem Artikel beschreibe ich meine NVIS - Antenne für das 80m Band, die ich aufgrund von Platzmangel in dieser Form ausgeführt habe. Mein Hausdach besteht aus verfalztem Eisenblech und ist ca. 21m X 21m groß und hat in der Mitte eine Erhöhung die ca. 10m X 10m X 3m mißt. Diese Erhöhung ist ebenfalls von einem Blech-Flachdach bedeckt.
Da ich auf unserem Mehrfamilienhaus nicht einen Dipol für dieses Band in gebührender Weise aufhängen kann, entschied ich mich für eine Loop-Antenne von 20m X 20m die ich in einer Höhe von 1,5m als Umzäunung "getarnt" auf 8 Ständer befestigte.





Diese Loop ist wunderbar auf 1:1 angepasst wenn ich die beiden Speißepunkte (100 Ohm mit 1:1-Balun) mit einer Phasendifferenz von 120° errege und über ein T-Stück zusammenschalte (um auf 50 Ohm zu kommen).  
Die Phasendifferenz weichte etwas von der Theorie ab und wurde mit einigen Metern Kabel ausgeglichen.
Die Empfangsleistung der Antenne ist sehr gut. Es ist eine sehr ruhige Antenne.
Sendemäßig blieben die Resultate hinter den Erwartungen; wohl aufgrund von Strahlungsverlusten verschiedenster Art. 

Das Prinzip der Antenne funktioniert aber einwandfrei!

Alle Simulationen wurden mit Mmanagal_basic durchgeführt.